Historisches

Geschrieben von: Administrator
Dienstag, den 04. Mai 2010 um 12:15 Uhr

Freileitungsbau
Freileitungsbau


alte Anlage in Transformatorenstation

Elektrizitätsversorgung
Der Grundstein für ein eigenes Elektrizitätswerk wurde in einem Antrag zur Zivilgemeindeversammlung vom 26. März 1904 gelegt. Im Vordergrund stand damals die Ablösung der Petrollampen für die Beleuchtung öffentlicher Anlagen.

 

Am 27. Mai 1905 konnte mit der Einschaltung der ersten Anlagen die Betriebsaufnahme der eigenen Elektrizitätsversorgung gefeiert werden. Dazu gehörten der Anschluss an die bereits bestehende 8000 Volt-Leitung, die von Beznau über Oerlikon durch Dübendorf nach Uster und Gossau führte, die erste Transformatorenstation mit einer Leistung von 2 mal 15 kW sowie die Freileitungen bis und mit Haus- oder Lampenanschlüsse.

Infolge der vielen Gesuche zum Anschluss von weiteren Liegenschaften und Installationen waren die Anlagen aus der Gründungszeit bald einmal überlastet. Die Erweiterung und Verstärkung der Verteil-Anlagen musste deshalb ständig dem erhöhten Verbrauch angepasst werden. Als weiterer Markstein in der Elektrizitätsversorgung gilt der Bau der Transformatorenstation an der Glattanlage. Dort wurde 1926 die erste Messstation zum Strombezug von der EKZ, den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich, gebaut.

 

erster Gasmeter in Gasübergabestation
erster Gasmesser
in Gasübergabestation
Sonnental


Gasleitung mit Stahlrohren

Gasversorgung
Im Mai 1915 ging die erste Gasübergabestation im Sonnental in Betrieb. Diese wurde damals von der Gasversorgung Zürich betrieben. 1922 haben sich die von der Gasversorgung Zürich belieferten Gemeinden zum Verband der Gemeindegasversorgungen zusammengeschlossen um gegenüber der Gasversorgung Zürich in Vertragsverhandlungen mehr Gewicht zu haben. Dieser Verband besteht auch heute noch.

Am Ende der 50er Jahre kam für die Gasversorgung die Wende. Die ruhige, gleichmässige Wachstumszeit war abgeschlossen. An ihre Stelle traten Jahre der stürmischen Entwicklung mit intensivem Netzausbau und grossen Absatzsteigerungen.

Diese Expansionsphase hält auch heute, nach drei Jahrzehnten, noch an. Eingeleitet wurde die Umstellung durch den Bau des Hochdrucknetzes der Gasversorgung Zürich. Für Dübendorf führte diese Leitung längs der Ueberlandstrasse quer durch das Dorf.

Mit der Umstellung auf Erdgas im Jahre 1974 erlebte die Gasversorgung ihre entscheidenste Veränderung mit neuen Perspektiven. Sämtliche Gasapparate mussten dabei vom bisherigen Stadtgas auf Erdgas umgestellt werden. Erdgas stand nun in fast unbeschränkter Menge zur Verfügung.

 

abstand Radio- und Fersehsignalversorgung
Im Februar 1983 wurde dem Kredit für den Aufbau der Radio- und Fernsehsignalversorgung mit grossem Mehr zugestimmt. In den Jahren 1983 bis 1990 wurde das Versorgungsnetz in Dübendorf und Gockhausen gebaut. 1992 folgte die Erschliessung von Hermikon und 1993 wurde noch das Industriegebiet Hochbord und Giessen erschlossen.

Im Jahre 1993 wurde das gesamte Netz auf die doppelte Bandbreite (600 MHz) umgebaut. Gleichzeitig wurde die primäre Verteilebene neu mit Glasfaserkabeln realisiert.

 


altes Werkareal

Die Werke
Mit der Gründung des Elektrizitätswerkes im Jahre 1904 wurden die Grundlagen der heutigen Werke geschaffen.

Als im Jahre 1915 die Gasversorgung ihren Betrieb aufnahm, war es naheliegend, diese in die bestehende Organisation einzugliedern, so dass die neuen Aufgaben grösstenteils durch das bestehende Personal übernommen werden konnten.

Als weitere, zusätzliche Dienstleistung innerhalb der Gemeinde übernahmen die Werke während Jahren

  • einen mobilen Sägereibetrieb für Brennholz
  • die Organisation eines zentralen Dreschbetriebes für Getreide
  • den Betrieb einer Dörranlage für Obst und Gemüse
  • den Bau, Betrieb und Unterhalt der Wasserversorgungsanlagen Gfenn und Hermikon

1983 wurde die Radio- und Fernsehsignalversorgung in die Werke integriert und ab 1999 befassen sich die Werke auch mit der Fernwärmeversorgung Hochbord.

1999 wurde von der Gemeinde Dübendorf beschlossen die Städtischen Werke aus der Stadtverwaltung auszugliedern und in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln. Am 14.1.2000 wurde die heutige Glattwerk AG gegründet, die alle Aufgaben der Städtischen Werke Dübendorf weiterführt.

Aktualisiert ( Donnerstag, den 09. September 2010 um 16:12 Uhr )